Porto | März 2018

Drei Wochen nach Venedig ging es direkt weiter nach Porto. Eine Reise, die schon seit Monaten mit Freunden geplant war. Für mich nun auch mal die perfekte Gelegenheit die Sony Alpha 6000 zu testen. Die haben wir uns zugelegt, um auch mal mit leichtem Gepäck zu verreisen. So ganz ohne Kamera gehts halt doch nicht.  ;-)

Doch nun zu Porto. Ich glaube hier gibt es nur zwei Möglichkeiten - entweder man liebt es oder man findet es furchtbar! Selten habe ich ein Stadt erlebt, die einen so morbiden Charme versprüht. Auf der einen Seite die liebevoll renovierten Häuser und auf der anderen die verfallenen Ruinen, die noch auf einen solventen Käufer hoffen. Ein Reiseführer hat uns erklärt, dass die Leute, die Geld anlegen möchten, dies seit der Bankenkrise in Immobilien investieren. Sie kaufen die alten Häuser und sanieren diese zum Verkauf. Somit wird sich das Stadtbild wohl mit der Zeit noch etwas positiver verändern. Ich mag Porto - die kleinen Gassen der historischen Altstadt, die auch gerne mal steil bergauf gehen, die bunten Häuser am Douro (Ribeira) und die wunderbare Bogenbrücke ‚Ponte Dom Louís I‘. Nette kleine Lokale, gemütliche Cafés und jede Menge Weinbars tragen ebenfalls zum Wohlfühlen bei. Die Altstadt von Porto gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und gibt einem auch heute manchmal das Gefühl, die Zeit wäre stehen geblieben. Auf dem Douro treiben noch die alten Schiffe, die zum Portwein - Transport genutzt wurden. Sehr schön anzuschauen, aber mittlerweile dienen sie wohl eher zur Dokumentation und zum Touristentransport. Auch die alte Strassenbahn von 1940 lässt einen in die Vergangenheit zurückblicken. Nur die unzähligen Graffitis machen einem schnell das hier und jetzt wieder bewußt. Um dem wilden Sprayen Einhalt zu gebieten, ist es in Porto mittlerweile so, dass Künstler mit ihrem Projekt beim Bürgermeister vorstellig werden und ihr Vorhaben genehmigen lassen. Somit bestimmt die Stadt, welche Kunstwerke auf den Fassaden entstehen. Wenn man irgendwann genug von dem Trubel in den Gassen hat, ist man mit der alten Tram in ca. 30 Minuten am Meer. Wir hatten das Glück, dass der Himmel aufriss und wir so entspannt einen Kaffee in einer Strandbar geniessen konnten um den Wellen des Atlantiks zuzuschauen. Auch das Shoppen sollte nicht zu kurz kommen, ich wurde auf einem kleinen Urban Market (Mercado Ferreira Borges)  fündig und gönnte mir einen handgearbeiteten Ledergurt für meine kleine Sony. Nach zwei Tagen war unsere Zeit in Porto auch schon wieder vorbei. Mit dem Geschmack des leckeren Portweins auf der Zunge und einigen Pasteís de Nata (kleine portugiesische Törtchenspezialität) im Gepäck ging es wieder zurück nach Hause. Wer nun Lust bekommen hat nach Porto zu reisen - es lohnt sich! Plant unbedingt eine Portweinprobe in den großen Kellern von Vila Nova de Gaia ein.  ;-)

 

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Nicole Baller (Mittwoch, 04 April 2018 09:53)

    Hallo Andrea, danke für den schönen Bericht über unsere kleine Porto-Auszeit! Ich teile deine Meinung, dass man entweder dem Charme dieser Stadt erliegt oder kein zweites Mal hierher zurückkehrt - ich komme wieder, soviel steht fest! Fasziniert bin ich davon, wie beeindruckend du die vielen kleinen Momente mit der Kamera festgehalten hast - oft stand ich direkt neben dir ;-). Danke für die tollen Bilder und die schöne Zeit. Liebe Grüsse Nicole